Was man von Mick Jagger über Erfolg lernen kann

Die Rolling Stones begleiten mich seit meiner Jugend. War es anfangs die rotzige Musik, verbunden mit dem Reiz des Verbotenen, das mich faszinierte, gewann ich später zunehmend Respekt vor ihrer GeschäftsTÜCHTIGkeit. Wobei das vor allem Frontmann Mick Jagger geschuldet war und ist. Als die Band kurz vor der Pleite stand, riss der studierte Ökonom das Management aus der Hand von „Übern-Tisch-Ziehern“ an sich und holte mit Sir Rupert von Löwenstein  einen Banker der alten Schule als Finanzberater ins Boot. Der „Rest“ ist Geschichte, nein, Gegenwart. Denn die Stones stehen noch immer auf der Bühne. Finanziell brauchen sie das längst nicht mehr. Es hält sie nach wie vor das zusammen, was sie einst zusammenführte – die Leidenschaft für ihre Geschäftsidee. Rock`n Roll, kompromisslos selbstständig und gern erfolgreich.

Die Stones waren Anfang der 60er nichts anderes als Existenzgründer. Sie folgten ihrem Instinkt. Der dem entsprach, was 2017, Jahrzehnte später (Vorzeige-)Unternehmer Claude Ritter (Book A Tiger) so formulierte: „Gründer sollten sich eine gewisse Ignoranz anderen Meinungen gegenüber aneignen. Wer 100prozentig von seiner Idee überzeugt ist, sollte sich auch davon nicht abbringen lassen. Mehr als Scheitern kann man nicht.“ Ein Plädoyer für das Unternehmertum. Mick Jagger & Co. sind dem gefolgt. Zeitweise 200prozentig. (Nicht alle haben das überlebt.) Ignorant sind sie allerdings auch heute noch. Ihr letztes Album „Blue & lonesome“ ist in seinem musikalischen Anachronismus geradezu der Gipfel der Ignoranz. Eine Frechheit! Sie haben sich einen Sch… um den Trend gekümmert. Wieder einmal. Und auch dieses Album war, ist – deshalb? – erfolgreich.

Jagger, hundertfacher Millionär, ist mittlerweile zum Ritter des British Empire geschlagen. SIR Mick ist auch Ehrenpräsident der University of London. Und außerdem 74. (!) Das hindert ihn nicht daran, noch immer wie ein Irrer on stage herum zu fegen und Blues zu nölen. Jagger bleibt authentisch und folgt dabei einer Unternehmensphilosophie, die vorbildlich ist. Meistens jedenfalls.
Kenntnisse in BWL paarten sich mit Risikobereitschaft, klaren Zielvorstellungen, mutigen Entscheidungen, deutlicher Positionierung im Wettbewerb, professionellem Marketing, einem guten Händchen für passende Geschäftspartner, Durchhaltevermögen auch in schlechten Zeiten, körperlicher Fitness und dem Bewusstsein, dass es mehr Werte gibt als nur das Geld. Freundschaft zum Beispiel. Und Familie(n). Selbst eine gewisse Demut geht ihm mittlerweile nicht mehr ab (God gave me everything I want … ). Aber „You`ll never make a saint of me.“

Warum habe ich solche Überlegungen angestellt? Die IHK bat mich, zum Willkommensabend von Neumitgliedern über unternehmerischen Erfolg zu sprechen. Da kommt man schnell als Oberlehrer rüber, dachte ich mir.  Geht`s nicht cooler? So kam ich auf Jagger und Business.

Nun: Obiger Text ist nur ein Auszug. Der Vortrag lässt sich wiederholen. Auch in Clubatmosphäre etwa, etwas lockerer. Da lässt sich dann trefflich aus dem Nähkästchen plaudern, was eigene unternehmerische Erfahrungen betrifft. Ich habe da viel zu schöpfen. Als PR-Berater, aber auch als (ehemaliger) Showproduzent, Bandpromoter und (noch immer) Rock-DJ. Business soll Spaß machen! Wenn Sie das auch so sehen, dürfen Sie mich buchen.  Weiterbildung mal anders. Keep on rocking. Businesslike.

 

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Mick Jagger versteht das Geschäft. Warum? Weil die Stones am Anfang viel Geld verloren haben.